Ausstellung 11/2019

Bernd K.Veranstaltungen

„Hoffnung für die letzte Reise“

Keine todtraurige Ausstellung in der Hoffnungskirche

„Es ist eine Ausstellung, die Mut machen will, sich mit dem Tod auseinander zu setzen, mit der eigenen Endlichkeit, mit Trauer und Verlust, aber auch mit der Hoffnung auf den Himmel,“ beschreibt der Ausstellungsmacher Diakon Lutz Barth die Motivation zur Ausstellung „Hoffnung für die letzte Reise“.
Vom 8. bis 24. November findet in der Hoffnungskirche die Ausstellung „Hoffnung für die letzte Reise“ statt.
Unterstützt wird dieses Projekt unter anderem vom Katharina von Bora Hospiz. Das Hospiz betreut während der Zeit der Ausstellung ein Café in der Hoffnungskirche. Ergänzt wird die Ausstellung mit themenbezogenen Konzerten und Vorträgen.
In der Ausstellung haben die Besucher die Möglichkeit sich zu besinnen: – auf die Endlichkeit unseres Lebens
- auf die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod
- oder dem Tod eines geliebten Menschen. 
Dies kann wertneutral oder in Bezug auf die christliche Auferstehungshoffnung geschehen.
Die Ausstellung gliedert sich in den Bereich der Koffer, der interaktiven Stationen und beim Blick in den „Himmel“.
Es werden Koffer von verschiedenen Personen gezeigt, die überlegt haben, was sie auf ihre letzte Reise mitnehmen würden. Die interaktiven Stationen laden ein, über verschiedene Werte nachzudenken und symbolisch zu handeln. Beim „goldenen Jerusalem“ kann man einen Blick in den „Himmel“ werfen.
Der Wechsel zwischen „Himmel“ und „Erde“ verspricht interessante Erfahrungen.
Immer noch würden in Kirche und Gesellschaft das Sterben und der Tod aus dem Bewusstsein verdrängt, so Barth. Zusammen mit seiner Frau Annette und über 20 Ehrenamtlichen stellte Lutz Barth in der Ausstellung „Hoffnung für die letzte Reise“ eine beeindruckende Schau der Zuversicht zusammen.
Zu Beginn der Überlegungen für den Aufbau stand die Bitte an Menschen, einen Koffer für die letzte Reise zu packen. „Was würden Sie in einen Koffer packen, wenn Sie sich auf die letzte Reise machen würden?“ Ein Feuerlöscher in einem Rucksack, Geschichten, Bücher, ein Kuscheltier, ein iPhone und ein Herz sind beispielsweise Utensilien für die letzte Reise. Was haben die „Kofferpacker“ gedacht, als sie diese Gegenstände zu ihrer Ausrüstung gelegt haben? Kurze Erklärungen neben den Exponaten erschließen den Sinn des jeweiligen Kofferinhalts. Unter den „Kofferpackern“ sind bekannte und unbekannte Wittenberger, die mit Ihrem Inhalt den ein oder anderen Besucher überraschen werden.
Das Ziel der letzten Reise
Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem Ziel der letzten Reise – dem Himmel. Im Raum steht ein Kubus, der einen Einblick in Hoffnungen auf eine neue Welt gibt. In Kästen mit Türen werden Himmelsvorstellungen dargestellt. Vom Edelstein bis zum Essen versinnbildlichen kleine Arrangements die Ideen vom Leben nach dem Tod und geben ein durchweg hoffnungsvolles und positives Bild der Zukunft. Wünsche werden wahr in dieser Vision: Essen ohne dick zu werden, oder von einem Rollstuhlfahrerkind: „Ich werde um Gott Purzelbäume schlagen“. „Die Ausstellung ist ein spannendes Experiment“, sind sich Annette und Lutz Barth sicher: „Das Nachdenken über den Tod könne sogar die eigene Lebensqualität erhöhen.“
Diese Ausstellung wurde vom Projekt Sinnenpark der Evangelischen Kirche in Baden vor Jahren ins Leben gerufen und sorgte in verschiedenen Städten Deutschlands für ein großes Interesse.

Veranstaltung:                       Findet vom 09. bis 24. November statt

Ort:                                               EFG Hoffnungskirche Wittenberg

Zeit:                                              vom 09. bis 24 November 2019 (Montag bis Freitag)

                                                       Die Ausstellung ist in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
                                                       Ab 19:30 Uhr finden jeweils kulturelle oder informative Veranstaltungen statt.
                                                       Auf Anfrage können Öffnungszeiten vor 11:00 Uhr vereinbart werden.

Kosten:                                       Frei

Projektleitung:                       Jörg Schütze

                                                       „Hoffnung für die letzte Reise“ → Eine Ausstellung der Hoffnungskirche

Weitere Informationen:     LICHT AN! KONZERTE Wittenberg e.V.
                                                        c./o. Jörg Schütze; Friedrichstrasse 120; 06886 Lutherstadt Wittenberg
                                                        Tel.: 03491 419641;
                                                        ✉️  Hoffnung.fuer.die.letzte.Reise@hoffnungskirche-wittenberg.de